„Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigem Wort ist wie der Unterschied zwischen dem Blitz und dem Glühwürmchen.“
(Mark Twain)

Die Palliativmedizin ist ein Teilbereich des Gesamtkonzeptes Palliative Care und versteht sich als „die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten (voranschreitenden), weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt“. (WHO)

Es steht somit nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis sondern die Lebensqualität des Patienten im Vordergrund. Die Palliativmedizin kümmert sich vor allem um die Symptomkontrolle, die Schmerztherapie sowie um die Wahrnehmung für psychosoziale und spirituelle Bedürfnisse todkranker Patienten. Hierbei bejaht die Palliativmedizin das Leben und spricht sich gegen eine Verkürzung aus. Es sollen jedoch sinnlose Therapieversuche, welche den Patienten unnötig belasten, vermieden und die verbleibende Lebenszeit optimal genutzt werden unter Berücksichtigung des Selbstbestimmungsrechtes des Kranken.

Symptomkontrolle

Symptomkontrolle dient dazu unangenehme Begleiterscheinungen (Atemnot, Übelkeit, Schmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit) der Grunderkrankung bzw. der Therapie zu beheben oder zumindest zu lindern. Es soll durch genaue Beobachtung sowie Dokumentation die Therapie so umgestellt werden dass sie für den Patienten optimal passt, wobei entscheidend ist, was der Patient für sich als angemessen empfindet.

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie erfolgt nach der Stufenleiter der WHO:

WHOSchmerz
Es sollten in der Schmerztherapie sowie auch bei der Symptomkontrolle des palliativen Patienten leicht steuerbare Anwendungsformen wie subkutane oder wenn notwendig intravenöse Applikationen bevorzugt werden, da eine orale Verabreichung sich sehr oft als schwierig und belastend für den Patienten zeigt.